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28.06.07 Ein fesselndes Kapitel der Medizingeschichte
Aspirin® ist mehr als nur eine Schmerztablette
Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure wird auch bei der Sekundärprävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erfolgreich eingesetzt und hat möglicherweise Potenzial bei der Behandlung von Krebs und Diabetes
Stockholm – Bis zum Mond und wieder zurück – Aspirin® hat mit ihrer Reise als erste Schmerztablette in der Raumfähre Apollo 11 Geschichte geschrieben. Als sie am 16. Juli 1969 mit dem Amerikaner Neil Armstrong das historische Abenteuer antrat, war sie vor allem als Mittel gegen Kopf- und Gliederbeschwerden bekannt. Mittlerweile steht fest: Aspirin® kann mehr. Ihr Wirkstoff, die Acetylsalicylsäure (ASS), senkt Fieber, hat entzündungshemmende Eigenschaften und lässt Migräne abklingen.
Auch bei der Prophylaxe von Herz-Kreislauf-Erkrankungen nimmt die Acetylsalicylsäure einen festen Platz ein. In der Sekundärprävention ist der „Klassiker“ in den USA als Goldstandard anerkannt. Neue klinische Studien belegen zudem, dass die Acetylsalicylsäure primärpräventiv wirkt, also einen ersten Herzinfarkt verhindern kann. Gesunde Frauen reduzieren durch die Einnahme der Substanz sogar ihr Risiko eines Schlaganfalls, wie die Women’s Health Study (WHS), die längste und größte Studie, die je mit Aspirin® durchgeführt wurde, zeigt.
Doch nicht nur das Herz, auch die Lunge kann möglicherweise durch die Einnahme von Aspirin® profitieren. Bei der Auswertung der Physician Health Study, in der US-Wissenschaftler 22.000 Personen über einen Zeitraum von fünf Jahren auf die Wirkung von Acetylsalicylsäure zur Vorbeugung von Herzinfarkten untersucht haben, kamen Forscher einem weiteren möglichen Anwendungsgebiet auf die Spur. Sie vermuten, dass die regelmäßige Einnahme von Acetylsalicylsäure die Entwicklung von Asthma bei Erwachsenen bremst. Diese Hypothese ist allerdings klinisch noch nicht bestätigt.
Fest steht: Die positiven Ergebnisse motivieren Experten und Mediziner aller Fachrichtungen. Es wird immer häufiger erwogen, den Wirkstoff bei bestimmten Risikofaktoren einzusetzen. Darunter Bluthochdruck, familiäre Vorbelastung, Fettleibigkeit oder ungewöhnliche Blutfettwerte. Weitere Untersuchungen sind allerdings erforderlich. Bei Typ-2-Diabetes bildet die Acetylsalicylsäure einen wichtigen Eckpfeiler im Therapiekonzept. Denn ASS senkt nicht nur die Glucosewerte im Blut, sondern verhindert, dass die Plättchen durch den erhöhten Blutzuckerspiegel zusammenkleben. Ein weiteres Plus: Die Substanz wirkt den begleitenden entzündlichen Prozessen in den Gefäßen entgegen.
Neue Erfolg versprechende Einsatzgebiete der Acetylsalicylsäure sehen Experten auch bei der Bekämpfung von Krebs. Der australische Professor Epidemologe Gabriel A. Kune entdeckte 1988 erstmals, dass der Aspirin®-Wirkstoff bei regelmäßiger Einnahme das Risiko, an Dickdarmkrebs zu erkranken, um 40 Prozent reduzieren kann. Diese Ergebnisse hat eine große amerikanische Langzeitstudie mit mehr als 80.000 Krankenschwestern untermauert. Die „Nurses Health Study“ (NHS) hat gezeigt, dass die Einnahme von Acetylsalicylsäure das Risiko eines kolorektalen Krebses verringert. Eine Analyse von Patienten, die in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren an zwei großen randomisierten Studien teilgenommen haben, hat diese Aussage kürzlich noch weiter präzisiert. Wissenschaftler der Universität von Oxford gehen davon aus, dass die tägliche Einnahme von 300 Milligramm Acetylsalicylsäure über einen Zeitraum von fünf Jahren das relative Risiko der Entstehung eines Kolorektalkarzinoms senkt. Wissenschaftliche Untersuchungen lassen zudem vermuten, dass Acetylsalicylsäure unter bestimmten Voraussetzungen die Gefahr, an Brust-, Blut- oder Lungenkrebs zu erkranken, reduzieren könnte. Auch hier bedarf es weiterer klinischer Studien.
Aufgrund seiner Vielfältigkeit hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Wirkstoff gleich dreimal in die „Liste unentbehrlicher Arzneimittel“ aufgenommen. Denn die Acetylsalicylsäure bietet immer wieder neue, erstaunliche Einsatzgebiete. Trotz seiner 110 Jahre gehört Aspirin® daher nach wie vor zu den innovativsten Arzneimitteln. Wie das nächste Kapitel in seiner Geschichte lautet, bleibt spannend.
Bayer HealthCare
Bayer HealthCare ist eine Tochtergesellschaft der Bayer AG und gehört zu den weltweit führenden innovativen Unternehmen in der Gesundheitsversorgung mit Arzneimitteln und medizinischen Produkten.
Das Unternehmen bündelt die Aktivitäten der Divisionen Animal Health, Consumer Care, Diabetes Care sowie Pharma. Die Aktivitäten des Pharmageschäfts firmieren unter dem Namen Bayer Schering Pharma AG.
Ziel von Bayer HealthCare ist es, Produkte zu erforschen, zu entwickeln, zu produzieren und zu vertreiben, um die Gesundheit von Mensch und Tier weltweit zu verbessern.
Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die wir in Berichten an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (inkl. Form 20-F) beschrieben haben. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
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- Fotoübersicht Pressemappe International Aspirin® Award 2007
- International Aspirin® Award 2007
- www.aspirin.de
Kontakt
- Hartmut Alsfasser
Telefon: +49 214 30-57526
Fax: +49 214 30-71640


